| 1395 | Erste urkundliche Erwähnung. Der Schultheiss und der Rat der Stadt Winterthur bestätigen dem Brüdern ihre alten Gewohnheiten und die freie Wahl ihres Altvaters. |
| 1424 | Errichtung einer Kapelle, die 1786 abgebrochen wurde. |
| 1464 | Erteilung der Bewilligung zur Aufbewahrung der Altarsakramente durch den Bischof von Konstanz. Die Brüder vom Orden der Franziskaner versahen zu Stadt und Land bei Arm und Reich Krankenpflegedienste. |
| | Im 15. und beginnenden 16. Jahrhundert machte sich im Bruderhaus eine bedenkliche Entartung bemerkbar. So wurde 1521 gar ein Bruder zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt und verbrannt. |
| | In der Reformation wurde das Bruderhaus aufgelöst und dem letzten Bruder nach dessen Verheiratung als Wohnstätte zugewiesen. |
| 1818 bis 1830 | Umwandlung des Bruderhauses zum Forsthaus als Wohnstätte des ersten Stadtforstmeisters Andreas Weinmann. |
| 1890 | Gründung des Wildparks durch den Wildparkverein. |
| 1902 | Unterhalt und Betrieb gehen an den Verkehrs- und Verschönerungsverein über. |
| 1926 | Erste Gesamtrenovation der Anlagen. |
| 1945 | Wegen schlechtem Zustand der Gehege und des Baumbestandes Verkleinerung der Parkfläche und Sanierung der verbleibenden Anlagen. |
| 1946 | Übernahme des baulichen Unterhaltes durch die Stadtforstverwaltung. |
| 1952 | Übernahme des Betriebes durch die Stadtforstvewaltung. Der Tierbestand umfasste damals 6 Rothirsche, 9 Damhirsche und 11 Sikahirsche, also insgesamt 3 Arten mit 26 Tieren. Zum Vergleich: der Tierbestand zum Jahreswechsel 2000 / 2001 umfasste 8 Arten mit insgesamt 70 Tieren. |
| 1966 bis 1969 | Umfassende Renovation aller Anlagen. Errichtung des Waldlehrpfades. |
| 1972 | Ablehnung eines grosszügigen Erweiterungsprojektes an der Urne. |
| 1975 | Neubau des Hirschunterstandes als Ersatz für die zwei alten, baufälligen Ställe. |
| 1977 | Neueinteilung der Gehege, Neubau eines Wildschweinstalles. |
| 1977 | Einrichtung des Wisentgeheges und Einsetzung eines Wisentpaares aus dem Wildpark Langenberg, finanziert durch den Wildparkverein Bruderhaus. |
| 1981 | Bau eines Luchsgeheges und Einsetzen eines Luchspaares. |
| 1988 | Einrichtung des Geologielehrpfades entlang der Wildparkstrasse, gestiftet durch die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Winterthur anlässlich ihres 100 jährigen Bestehens. |
| 1990 | Einsetzung von vier Mufflons ins Damwildgehege, gestiftet vom Jagschutzverein Winterthur und Umgebung. |
| 1991 | Bau der Wildpferdeanlage zum 100-jährigen Jubiläum. Einsetzung von zwei Wildpferden aus Oberwil und einem Pferd aus Wien-Schönbrunn. |
| 1991 | Ersatz der Sikahirschgruppe durch drei reinblütige Vietnamsikahirsche als dritte seltene Wildart, mit der der Wildpark Bruderhaus an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen beteiligt ist. |
| 1997 | Beteiligung des Wildparks Bruderhaus am Gobi-Takhi-Projekt der International Takhi Group zur Wiederansiedlung der Ur-Pferde in Freier Wildbahn in der Wüste Gobi. Die Stute Colette reist ins Tachintal. |
| 1997 | Bau des Infopavillons mit Unterstützung des Kiwanis-Clubs Winterthur. |
| 1998 | Einrichtung des Windel-Wander-Weges durch die Junge Wirtschaftskammer Winterthur. |
| 1999 | Przewalskihengst Ebro geht ins Auswilderungsprojekt im Tachintal. |
| 1999 | Bau des von der Zürcher Kantonalbank gestifteten Rastplatzes Luchs. |
| 1999 | Neubau eines modernen, artgerechten Luchsgeheges als Ersatz für die veraltete, viel zu kleine Anlage. |
| 1999 | Neubeschilderung und Ausbau des Waldlehrpfades. Privatpersonen und Firmen können Baumpatenschaften für sFr. 200.-- übernehmen. |
2000 | Die Przewalskistuten Elmora und Farissa werden dem Auswilderungsprojekt der International Takhi Group zur Verfügung gestellt. |
2000 | Drei Wisente gehen ans Auswilderungsprojekt des WWF Russland ins Gebiet von Bryansk, südlich von Moskau. |
| 2001 | Am 22.1.2001 Einsetzungsversuch eines jungen Karpatenluchspaares aus dem Kanton Bern zum angestammten Nordluchspaar. Altlüchsin Lulu stirbt am 21.5.2001. Altluchs Luv tötet das junge Luchsweibchen. |
| 2002 | Gründung des Wildparkvereins Bruderhaus . |
| 2002 | Grosstransport von 14 Przewalskipferden ins Auswilderungsprojekt im Tachintal. Mit dabei die Stuten Gitane, Haya und Halizia aus dem Bruderhaus. |
| 2002 | Transport von drei Wisenten ins WWF Auswilderungsprojekt in der Prioksko-Terrasny Nature Reserve bei Serpukhov südlich von Moskau. Der junge Bulle Wuthan überlebt den Transport leider nicht. Kurz vor dem Ziel stirbt er an einer akuten Bauchfellentzündung. |
| 2004 | Am 28. März 2004 wird der Vogellehrpfad als Gemeinschaftsprojekt mit dem Natur- und Vogelschutzverein Seen, unterstützt durch die Zürcher Kantonalbank, eröffnet. |
| 2004 | Die Przewalskistuten Jalu-H und Janela werden dem Auswilderungsprojekt der International Takhi Group zur Verfügung gestellt. |
| 2004 | Die Przewalskistuten Ieda und Kadea werden zur Gründung einer neuen Zuchtgruppe in den Highland Wildlife Park in Schottland transportiert. |
| 2005 | Der Zürcher Tierschutz wird Partner des Wildparks Bruderhaus und ermöglicht damit die Umsetzung der Vorhaben zur Verbesserung der Tierhaltung im Park. |
| 2006 | Der dreijährige Przewalskihengst Kimo wird als Leithengst im Tierpark Oberwald, einer zum Zoo Karlsruhe gehörenden Anlage, eine eigene Herde und Familie gründen. |
| 2006 | Die zweijährigen Przewalskipferde Lucky und Luke verbringen die nächsten Jahre in einem vom Zoo Köln geführten Reservat für Przewalskihengste, bis ihr endgültiger Bestimmungsort bekannt ist. | |
| 2006 | Der eineinhalbjährige Wisenbulle Ingolf aus dem Alpenzoo Innsbruck übernimmt in der Winterthurer Wisentherde die Rolle des Leitbullen. |
| 2007 | Der im Jahr 2004 im Wildpark Bruderhaus geborene Przewalskihengst Momo findet im Elfenberg Wild- und Erlebnispark in Mautern, Steiermark, ein neues Zuhause als Leithengst. |
| 2008 | Zwei Wölfe ziehen in die neu erstellte Wolfsanlage ein. |